Beraternetzwerk Existenz&Zukunft e.V. beschließt Aktivitäten für die nächsten Monate.
Wolfenbüttel. Im Rathaus traf sich das Wolfenbütteler Beraternetzwerk Existenz&Zukunft (E&Z) zur Jahresversammlung. Dadurch wurde einmal mehr die enge Verbindung zwischen Kommune und Verein unterstrichen, dessen Geschäftsführer Jonas Münzebrock gleichzeitig Wirtschaftsförderer der Stadt ist. Zudem betonte E&Z-Vorsitzender Michael Schmitz, dass das Netzwerk 2026 in die städtische Kampagne (,Wolfenbüttel hat was') einsteigen wolle, um die Sichtbarkeit zu erhöhen.
Überhaupt war Sichtbarkeit das Hauptthema dieser Sitzung. Nachdem die Regularien wie Haushaltsabschluss (leichter Überschuss), Entlastung (einstimmig) sowie Jahresrückblick abgearbeitet waren, ging es um die Rolle des Vereins in der lokalen Wirtschaft und Gründerszene. Schmitz räumte ein, dass es im abgelaufenen Jahr gerade mal zwei Anfragen nach kostenlosen Beratungen der E&Z-Experten gegeben habe. Mit seinem Service will der Verein Gründern bei ihren ersten Schritten helfen, aber auch Bestandsunternehmen unterstützen. "Beide Anfragen waren nicht der Rede wert." Auch Münzebrock konnte nicht von stärkerem Interesse berichten.
Gleichwohl will das Beraternetzwerk an seinen bisherigen Aktionen festhalten und sogar in die Offensive gehen. Neben der Teilhabe an der städtischen Kampagne werden die Vereinsmitglieder aufgefordert, Flagge zu zeigen: "Wir werden sie bitten, unser Logo und einen Link zu uns auf ihrer Homepage zu platzieren", sagte Schmitz. Fest gesetzt sind zudem die monatlichen Gründerfrühstücke mit Impulsvortrag, die recht gut angenommen werden. Auch ein oder zwei Großveranstaltungen soll es wieder geben. Themen wird der Vorstand entwickeln, ein KI-Seminar mit intensiven Handreichungen durch den Referenten fand 2025 gute Resonanz und soll wiederholt werden. Weitere aktuelle Renner dürften weiterhin Informationstermine zur E-Rechnung sowie zur Firmennachfolge sein.
Einen ungewöhnlichen Rückschlag hatte der Veranstaltungskalender 2025 hinnehmen müssen: Das zum zweiten Mal organisierte Angebot Walk'n'Talk, bei dem sich Unternehmerinnen und Unternehmer mal in persönlich-lockerer Atmosphäre begegnen sollten, wurde zum zweiten Mal abgesagt. Der Waldspaziergang war wegen einer Unwetterwarnung nicht möglich – und zwar beide Male. Nun will der Verein ermitteln, ob ersatzweise ein gemeinsamer Bowling- oder Kegelabend in Frage kommt.


