Im Rahmen seiner Besuchsreihe bei Vereinen, Einrichtungen, Initiativen und Unternehmen machte der Bürgermeisterkandidat der SPD Wolfenbüttel, Sascha Dietrich, Station beim Technischen Innovationszentrum Wolfenbüttel (TIW).
Wolfenbüttel. Dieser gemeinnützige Verein schafft am Exer seit über 30 Jahren einen Ort, an dem sich Innovationen entfalten können. Mit der Bereitstellung von einer vermietbaren Fläche über 18 Tausend Quadratmetern fördert der Verein die Ansiedlung und Entwicklung von Start-up-Unternehmen und Gründern im hochschulnahen Umfeld. Das TIW ist nicht nur Gründerzentrum, sondern auch ein Ort der Wertschöpfung und Beschäftigung für etwa 370 Arbeitsplätze, die mit den derzeit angesiedelten rund 40 Gründern, Firmen, gemeinnützige Organisationen und Hochschuleinrichtungen dargestellt werden können.
Im Gespräch erläuterten der Vorstandsvorsitzende Prof. Umbach und die Geschäftsführerin Frau Weitner-Kehl Geschichte, Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für die Arbeit des TIW. Sie veranschaulichten exemplarisch, wie der Verein mit der Ostfalia die früheren Raum- und Nutzungsbedarfe durch die Verfügungstellung von TIW-Liegenschaften gedeckt habe, gleichzeitig sanierungsbedürftige Panzerhallen umgebaut wurden und sich somit fortwährend eine Weiterentwicklung des unter Denkmalschutz stehenden Geländes stattfinden konnte. Dabei sind nicht nur moderne Hörsäle und Gebäude für Lehreinrichtungen entstanden, sondern auch eine erhebliche Anzahl von Studentenwohnungen und obendrein eine Pflegeschule für das Städtische Klinikum. Erstaunlicherweise könnte das TIW zum heutigen Zeitpunkt selbst mehr Ansiedlungsfläche gebrauchen, da der Verein in den letzten Jahren so gut wie immer vollvermietet war, mehrfach Mietinteressenten und interessante Innovationen ablehnen musste, die teils in andere Städte abgewandert sind.
Bei den Besuchen der Tecema GmbH, der IANT, der 2Kai – alles Ausgründungen aus einer Forschungsgruppe an der Ostfalia, die u.a. intelligente Leistungen rund um innovative Telefonsysteme anbieten – sowie beim Besuch der Tischlerei Fb Tischlerei & Design, bekannt für ihr individuelles Möbeldesign, konnte Dietrich Erfolgsgeschichten aus sehr unterschiedlichen Branchen kennenlernen. Herausragend ist, dass Prof. Wermser mit der Tecema GmbH Gründer und Start-ups auf dem Weg von der innovativen Idee zum eigenen Unternehmen so unterstützt, dass diese sich am Markt erfolgreich bewähren. Ebenso ist es bemerkenswert, wie der Firmengründer Herr Frank Bösche und der jetzige Firmeninhaber Herr Marco Schmidt die Nachfolge der Tischlerei im Jahr 2025 gemanagt haben.
Dietrich zeigte sich beeindruckt: „Das TIW ist ein herausragendes Beispiel, wie durch kluge Entscheidungen der Stadt und der Ostfalia und mit den Ideen engagierter Menschen Raum für innovative Unternehmensgründungen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze geschaffen wird.“ Er kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass mehr Kooperationen dieser Art in Wolfenbüttel entstehen können. „Ich möchte, dass Wolfenbüttel wirtschaftlich unabhängiger wird, damit die Stadt ihre Aufgaben aus eigener Kraft stemmen kann.“
Umbach und Weitner-Kehl skizzierten Ideen für die weitere Entwicklung des Geländes und wünschen sich für die Zukunft mehr Unterstützung und Zusammenarbeit mit der Ostfalia, der Stadt und dem Land, um die Ansiedlungsmöglichkeiten von Innovationen an diesem Standort auszubauen und attraktiver zu gestalten.



